Die Errichtung einer Quarantänestation im Rohbau in einem Katzentierheim auf Teneriffa

Wir wollten aktiv den vielen Katzen in einem Katzentierheim helfen und reisten mit viel Gepäck an.

Dort wurde händeringend eine Quarantänestation für die vielen ausgesetzten Tiere benötigt. (Morgens stehen die Pappkartons mit Katzenbabys vor der Tür, oder sie werden einfach im Sack über die Betonmauer geschmissen.)

Im Durchschnitt leben hier 350 bis 400 Katzen.
Die Neuankömmlinge sollten unbedingt erst einmal getrennt von allen anderen Tieren gehalten werden.

Die Kranken mussten zunächst gesund gepflegt, die Unfallopfer operiert, die meisten Katzen davon kastriert, entwurmt, geimpft usw. werden.

Die extrem hohen landesüblichen Preise für die Errichtung einer Quarantänestation waren nicht aufzubringen.
So entschlossen wir uns mit unserem befreundeten Maurermeister den Urlaub der ganz besonderen Art zu machen und flogen rüber nach Teneriffa.


Und schon ging es los:

Nachdem einige Felsen weg gestemmt waren, Mauern eingerissen, Steine angeliefert, ging es gleich mit der Errichtung neuer Mauern los.

Um den Geruch und den damit aufkommenden Brechreiz bei unserem Maurermeister Dieter loszuwerden, halfen manchmal einfach nur noch kleine menschliche Drogen.



Denn unmittelbar neben der Baustelle befand sich das Babygehege, und gerade morgens lagen dort überall auch außerhalb der Katzentoiletten die kleinen netten der Sonne preisgegebenen Häuflein rum. Es stank erbärmlich.

Die Baustelle wurde außerdem noch von den dort Unterschlupf gefundenen circa 8-10 Hunden als neues Hundeklo angesehen, morgens hieß es erst einmal die Tretminen entfernen.


 


Tierschutz bedeutet zwar viel Arbeit, Schweiß, starke Nerven, Rückschläge einstecken können, aber auch Spaß, freudige Momente erleben, tolle Menschen kennen lernen und die Gewähr am Ende des Tages „was getan zu haben.“

 

 

Mit jedem Tag wächst das kleine Projekt, man darf nicht vergessen, dass wir nicht in unserer gewohnten Umgebung bauen, nein wir haben mit der spanischen Mentalität so unsere Probleme. Hier laufen die Uhren ein bisschen anders.

 

 

 

 

 

Als wir den Ringanker gießen konnten, waren wir wahnsinnig happy, langsam nahm das Bauprojekt Formen an, denn wir hatten leider nur 14 Tage Arbeitsurlaub zur Verfügung.

Die Dachbalken wurden gestrichen, bei 35 Grad kein Vergnügen

 

 

 

 

 

Wie schön als sie dann auf dem Dach lagen, jetzt die Bretter noch draufnageln und dann geht es an die Schweißbahnen

Pause muss sein und zwar für alle. Oft war von unseren Broten nicht mehr viel übrig


 

 

 

 

 

Mit den Zwillingsmädchen verband mich eine große Liebe, sie flogen mit uns nach Deutschland und fanden dort ein schönes Zuhause. Ganztägige Berufstätigkeit passt nicht ins Bild dieser freiheitsliebenden Tiere.

Sind die nicht putzig?

 

Das Dach ist drauf, nun kann es auch mal regnen

 

 

 

 

Wasserleitungen müssen versteckt werden, Schutt weggeschaufelt, es gibt noch jede Menge zu tun


Die Anschlüsse sind gelegt, der erste Estrich draufgebracht

 

 

 

 

 

Das Dach ist mit Schweißbahnen versehen, mehr werden wir nicht mehr schaffen, leider.


Aber schnell noch eine Treppe zwischen den Gehegen aufstellen, dann brauchen die Helfer nicht immer um die anderen Gehege laufen, wenn sie am Putzen sind, das kostet sehr viel Zeit.

 

 

 

 

Noch eine OP-Lampe installieren, dann sieht die Tierärztin mehr als mit ihrer Schreibtischlampe bei den Kastrationen

Diese Schönheit schaute uns bei allen Aktivitäten interessiert zu

 

 

 

 

 

Könnt ihr uns nicht auch nach Deutschland mitnehmen? Wir sind auch ganz lieb.

Garfield fungierte ständig als Schmusetiger und ließ sich als Pelzkragen um den Hals tragen, damit hatte er sich sein Flugticket sozusagen erschnurrt.

 

 

 

 

Dieses süße kleine Katzenmädchen wurde in einem Bananenfeld ausgesetzt und schrie erbärmlich vor Hunger, sie wurde von mir adoptiert und durfte mit nach Deutschland reisen.

Viele traurige Erlebnisse prägten unseren Arbeitsalltag während dieser Zeit aber das Gefühl den Tieren ein ganz kleines Stückchen geholfen zu haben vermittelt ein Stück weit Zufriedenheit.

 

 

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