Patentier Franco
Franco unser cremefarbener Kater stammt ursprünglich aus Teneriffa.
Ein älterer Herr sammelte in einem zwei Zimmer-Appartement neben kaputten Elektrogeräten
(Kühltruhen, Kühlschranke) auch rote und cremefarbene Katzen.
Als der geistig verwirrte Herr abgeholt wurde, stapelte die Behörde die 48 Katzen in drei Gitterboxen.
Die Tiere sollten alle eingeschläfert werden.
Nach drei Tagen ohne Futter und Wasser, ging dann doch noch die Sonne auf, für die armen Tierchen.
Sie landeten alle im Katzentierheim.
Es waren hochträchtige Katzen dabei, die in den nächsten Tagen ihre Babys zur Welt brachten.
Von so einer Katzenmutter stammt Franco (und sein verstorbener Bruder Carlos) ab.
Er wurde im Alter von vier Wochen der Katzenmama weggenommen.
Die 48 Katzen sind natürlich scheu, sie kannten nun mal keine anderen Menschen, außer ihrem Dosenöffner. Um wenigstens den Kitten so ein Leben zu ersparen wurden sie von den übrigen separiert.
Aus anfänglich 48 Katzen waren innerhalb von ein paar Tagen 69 geworden.
Mit der Kastration konnte die eine Tierärztin gar nicht nachkommen.
Wir adoptierten die beiden Brüder Carlos (verstorben) und Franco.
Franco wird immer bei uns bleiben dürfen.
Er liebt seinen Garten und die Streifgebiete in denen er sämtliche Mäuse und Maulwürfe wegfängt.
Den armen Maulwurf hat es leider erwischt! Aber das ist Natur!
Franco bei der Mäusejagd.
Eines Tages ging es Franco sehr schlecht, er zeigte keine eindeutigen
Symptome für eine Vergiftung, und keiner konnte ihm wirklich helfen.
Bis ein paar Tage später die Nachbarin erzählte, dass nebenan Rattengift ausgelegt worden sei.
Franco der größte Mäusefänger vor dem Herrn, kam zwar nicht direkt mit dem Rattengift in Berührung,
hat aber ein Mäuschen erwischt und vertilgt, was daran genascht hatte.
Das genügte um ihn fast umzubringen.
Ein Anruf auf Teneriffa bei den befreundeten Tierschützern genügte,
denn die haben täglich mit Vergiftungen zu tun, und einen riesigen Erfahrungsschatz.
Die Tierärztin kam sofort zu uns ins Haus, brachte alle erforderlichen Medikamente mit,
die Franco benötigte, um vielleicht doch noch weiter leben zu dürfen.
Nach ein paar Tagen hatte er es Gott sei Dank geschafft.
Da sich das Rattengift doch ca. acht Tage in seinem Körper befand, hoffe ich,
dass keine Spätfolgen auftreten werden.
Desweiteren darf man nicht vergessen, dass er aus einem Inzucht-Haushalt stammt.
Mittlerweile hat auch Franco gelernt. Er fängt die Mäuse zwar, aber er frisst sie nicht mehr.
Wir hoffen, dass es diesem lustigen immer gut gelaunten Kasperkopf noch lange gut geht. |