Tierschutzarbeit in Hannover
Auch hier in Deutschland gibt es schlimme Krebsfälle
Als ich an einem Montag im Winter mit zwei von meinen eigenen
Katzen in die Tierarztpraxis kam, bekam ich gleich zur Begrüßung
den Telefonhörer in die Hand gedrückt. Ein Notfall.
Ich sollte doch eine wild lebende Katze einfangen die ein
Geschwür am Mäulchen hat.
Nachdem meine Katzen untersucht und ich sie nach Hause gebracht
hatte, bestückte ich mein Auto mit der Lebendfalle,
einer Katzenbox, dunklen Decken, Lederhandschuhe und einer
Dose Thunfisch.
Dort angekommen führte mich eine ältere Dame,
die diese Katze versorgte in den Garten in dem sich das
Tier überwiegend aufhielt. Dort hatte sie der Katze,
unter Büschen in einer Holzkiste mit Stroh gefüllt,
einen Schlafplatz errichtet.
Auch einen Regenschutz hatte die Dame darüber gebaut.
Morgens und abends wurde die Kätzin von ihr gefüttert.
Natürlich hing die ältere Frau an der von ihr
versorgten Katze.
Als ich das Tier sah, tat sie mir unendlich leid. Sie
muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben. Zumal wir zu
der Zeit auch noch nachts 12 Grad minus hatten.
Es ist kein Wunder, dass das Tier fast nichts mehr fressen
konnte. Wie kann man nur glauben, dass sowas wieder von
alleine weggeht.
(Die Unwissenheit oder auch die Hilflosigkeit dieser Menschen
erstaunt einen immer wieder.)
Dann präparierte ich die Falle. Die Versuche, die
Katze so zu fangen verliefen leider nicht erfolgreich.
Sie trottete erst einmal ab.
Die alte Dame sollte mich informieren, wenn die Katze
sich wieder sehen ließ.
Als mein Mann von der Arbeit nach Hause kam erzählte
ich ihm von dem armen Tierchen.
Es war mittlerweile 18.00 Uhr und wir hatten draußen
schon 10 Grad minus.
Kurzerhand fuhren wir dort sofort hin. Babette meine Freundin,
die gerade bei uns zu Besuch war, kam kurzerhand mit um
zu helfen.

Und siehe da, die Katze lag eingekuschelt in ihrer Holzkiste.
Da sie schon recht schwach war, mit ihren ganzen Krebsgeschwüren,
versuchte Torsten sie so zu kriegen. Vorher zog er sich
natürlich die Stechschutzhandschuhe und die Lederhandschuhe
an. Dann packte er zu.
Wir verfrachteten sie in eine hochkant stehende Box. Die
alte Dame weinte natürlich sehr,
sie wusste wohl, dass die Katze keinerlei Chance mehr
hatte. So fuhren wir in die Tierarztpraxis.
Auch die Tierärztin konnte in diesem extremen Fall
nicht mehr helfen. Sie konnte lediglich dieses arme Tier
von ihrem schmerzhaften Leiden erlösen.

|