Kastrationspflicht, und zwar bundesweit!!!!!!!

Die ewige Debatte, ob nun Hannover auch eine Kastrationspflicht für Katzen benötigt oder nicht, ist meiner Ansicht nach irrelevant.

Warum befragt man nicht die Menschen, die mit Fallen und Fangutensilien unterwegs sind, allein gelassen von den Behörden, um verletzte und nicht kastrierte Katzen und Kater oder Katzenmütter mit ihren Babys einzufangen.

Leider bespricht man diese Dinge nicht mit den Tierschützern, die am besten wissen wie es wirklich da draußen aussieht, denn sie stehen fast täglich abends an den Futterplätzen.

Fragen Sie mal die fachlich kompetenteren Leute, sie haben meist keinen Prof.- oder Doktortitel, dafür sind sie bei Wind und Wetter unterwegs, um eben dieses Katzenelend einzudämmen. Und das auf eigene Kosten, wie schön, das die Behörden keinen Bedarf einer Kastrationspflicht erkennen wollen, solange es die zahlenden Tierschützer gibt. Sie haben weitaus mehr Ahnung von all diesen Dingen, als jemand der sehr gern in der Öffentlichkeit steht und oft ist es so, sich damit auf Kosten anderer profilieren zu können. (Liegt es vielleicht daran, dass sich Tierschützer leise und unauffällig verhalten, bis das Fass irgend wann mal über schwappt ?)

Fragen Sie nicht die vermeintlich ach so kompetenten Korifäen, die all diese Dinge glauben vom Schreibtisch aus beurteilen zu können.

Gehen Sie Nacht für Nacht raus, an die Stellen wo Katzenmütter ihre Babys versuchen unter den schwierigsten Bedingungen durch zu bringen. (Ohne zusätzlich gefüttert zu werden. Eine erwachsene Katze benötigt am Tag durchschnittlich 12 Mäuse, wissen Sie was das für die Katzenmama bedeutet?)

Wo Katzengruppen zwar im günstigsten Fall gefüttert werden, aber das Muttchen bei ihrer kargen Rente nicht auch noch die Kosten für die Kastration bezahlen kann. Gehen Sie auf die Friedhöfe, Kleingärten, Wäldchen, verlassene Fabrikgelände und Grünanlagen wo sich die Katzen aufhalten.

Sie werden die Katzen nicht sehen, dafür brauchen Sie Zeit, viel Zeit, Futter, Wasser, Kompetenz, Geduld und vieles mehr. Fragen Sie die menschlichen Katzenmütter, die wissen wovon sie reden.

Leider werden immer wieder Jungtiere unkastriert abgegeben, selbst von Tierheimen, die meinen die Tiere müssten erst ein Jahr alt sein um sie zu kastrieren. Wo ist denn da der Tierschutzgedanke? Wo bitte?

Teilweise hört man selbst von Tierärzten, dass Katzen und auch Hunde einmal geworfen haben sollten, wo leben wir denn, frage ich Sie? Bin ich als Frau, keine richtige Frau weil ich nicht „geworfen“ habe? ( Einige Leute behaupten so etwas).

Das viele Menschen durch so ein dummes Gerede verunsichert sind ist doch klar.

Dann die vielen Schwarzzüchter oder auch Tierhändler, die passend zur Nachfrage, die vielen Tiere auf den Markt schmeißen. Da geht es nicht um die Tiere, da geht es nur um die schnelle Mark (Euro).

Katzenbabys werden gerne von allen möglichen Menschen aufgenommen, sie sind ja so süß, keine Frage das sind sie. Merken die Leute erst einmal was es kostet die Tiere impfen und kastrieren zu lassen, werden sie kurzerhand rausgeschmissen. Das Ziel eines jeden Tieres ist es, seine Gene so oft es geht weiter zu geben. Bei dem Klimawandel kann das bedeuten, dass eine Katze dreimal im Jahr Junge bekommt. Haben diese Tiere in der Prägephase (2-7 Lebenswoche) keinen Menschenkontakt bleiben sie meistens scheu. Und dann? Wohin damit?

Wir brauchen die Kastrationspflicht!!!!!!!

Nicht nur für Freigänger, sondern auch für Wohnungskatzen.

Was für eine Quälerei Wohnungskatzen unkastriert zu lassen, nicht nur für den Menschen, sondern in erster Linie geht es hier um das Tier. Außerdem werden viele viele Katzen in den Wohnungen vermehrt, um mal eben das schnelle Geld zu machen.

Diesen Leuten muss unbedingt das Handwerk gelegt werden. Sie verstehen weder was von den sensiblen Katzen, noch was von vererblichen Krankheiten. Ganz zu schweigen von der Genetik.

Wir brauchen die Kastrationspflicht bundesweit, für Freigänger unWohnungskatzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nur ein einziges Beispiel:

In diesem Geräteschuppen brachte eine Katzenmama, die man beim Wohnungswechsel einfach zurück gelassen hatte, ihre fünf Kitten zur Welt.

Unbemerkt von den Bewohnern, die das erst mitbekamen, als die Kleinen anfingen den Garten zu erkunden.

Unsere Hilfe erfolgte ohne irgendwelche Debatten und Diskussionen. Am 07.Juni 2011 ging uns die Katzenmama in die Falle, die nette Nachbarin fütterte das Tier. Ausgehend von einer verwilderten Hauskatze (Felis libyca forma catus) verlief die Fangaktion sehr ruhig. Zuhause angekommen schmuste das ausgelaugte Tierchen dann ausgiebig mit uns. Endlich kümmerte sich jemand mit Streicheleinheiten, die sie so sehr zu vermissen schien, um sie.

Am nächsten und übernächsten Tag gingen uns nach und nach die fünf Katzenbabys in die Falle.
Zu dem Zeitpunkt waren sie ca. 6 Wochen alt. Da es sich bei der Katzenmutter um kein verwildertes Tier handelt haben auch ihre Kinder noch eine gute Chance die menschliche Gesellschaft als nicht bedrohlich zu empfinden und die Streicheleinheiten der Pflegemama als angenehm zu werten.

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